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Rennbericht Youngtimer Trophy aus dem belgischen Zolder vom 10. - 11.07.2010

Hitzeschlacht bei Premiere im belgischen Zolder

Zum ersten mal machte ich mich in das belgischen Zolder auf, um dort ein Rennen zur Youngtimer Trophy zu bestreiten. Nach beinahe 9 Stunden Fahrt am Freitag, den 09.07.2010 kam ich um 17:00 Uhr auf dem Circuit de Zolder an. Schnell noch die Papier- und Fahrzeugabnahme hinter mich gebracht, dann ging’s zum gemütlichen Teil über.

Am Samstag, den 10.07.2010 Stand das erste Qualifikationstraining um10:30 Uhr auf dem Programm. Nach 20 min steht die 6 beste Zeit von 9 Startern im meiner Klasse zu Buche. Insgesamt sind 35 Fahrzeuge in diesem rennen gemeldet, das bedeutet für mich gesamt den 26. Startplatz. Leider hat sich das „Billigantriebswellenlager“ aus dem Internet als solches bewiesen, ich muss das kaputte, neue Lager durch ein gebrauchtes Lager ersetzen.

Um 14:00 Uhr steht das 2. Qualifikationstraining auf dem Programm. Ich kann mich trotz der wärmeren Außentemperatur (weniger Motorleistung) dennoch um 0,5 Sekunden zum Vormittag verbessern, dennoch bleibe ich auf Startplatz 6 in meiner Klasse stehen.

Beim verlassen der Rennstrecke direkt nach dem Training fängt bei langsamer Fahrt der Motor plötzlich an zu stottern -  und geht dann schließlich ganz aus. Ohne einen offensichtlichen Defekt zu sehen springt das Auto nach einer ½ stündigen Abkühlungsphase wieder an. Das macht mir für das Rennen etwas sorgen, aber da ich keinen Fehler ausmachen kann muss ich das Rennen auf mich zukommen lassen.

Das Rennen:

Am Sonntag um 13:00Uhr ist der fliegende Start zum 1 stündigen Rennen mit Pflichtboxenstopp (60 Sekunden) bei beinahe 40°C Lufttemperatur. Um nicht wieder Opfer in der ersten Kurve zu werden (wie in Hockenheim) verhalte ich mich etwas defensiver und verliere einen Platz an ein Fahrzeug aus meiner Klasse. Da ich meine Taktik jedoch so gelegt habe, dass ich sofort in der ersten Runde in die Box zum Pflichtboxenstopp komme, um mich aus allen Positionskämpfen raushalten zu können, ist dieser Platzverlust kein Problem. Bis zur Rennmitte scheint die Taktik auch aufzugehen, von den Fahrern die bis dahin den Pflichtboxenstopp gemacht haben, habe ich am wenigsten Zeit verloren. Jedoch fast genau zur Rennmitte gibt es einen schweren Unfall, durch den das Saftycar zum einbremsen des Feldes und zur langsamen Vorbeifahrt an der Unfallstelle auf die Strecke geschickt wird. Das bringt jetzt den Fahrern, welche zu zweit Fahren und den Wechsel zur Rennmitte geplant haben einen großen Vorteil. Durch das eingebremste Feld verlieren Sie so viel weniger Zeit auf die Mitbewerber als wenn wir unter Renntempo fahren würden. Für mich wird es leider noch viel schlimmer, durch die gebremste Fahrt hinter dem Saftycar beginnen die Überhitzungsprobleme vom Vortag erneut. Der Motor bekommt erneut keinen Sprit mehr und ich muss das Fahrzeug am Streckenrand ohne Vortrieb leider abstellen. Nach Beendigung des Rennens (halbe Stunde abgekühlt) lässt sich das Fahrzeug wieder starten.

Somit werde ich gerade noch als 7er in meiner Klasse gewertet (mehr als 50% der Renndistanz zurückgelegt) und im Gesamtfeld werde ich noch 27er.

Bis zum nächsten Rennen gilt es nun den Defektteufel zu ermitteln. Vermutlich ist die Benzinpumpe der Hitze nicht gewachsen oder das Benzin wird zu nahe am Auspuff durchgeleitet und beginnt bei fehlender Kühlung zu kochen.

Da das nächste geplante Rennen erst am 08. – 10. 10. 2010 am Nürburgring statt findet, ist noch etwas Zeit den Fehler zu finden.

Bonndorf, den 19.07.2010

G. Schwarz

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