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Nach hoffnungsvollem Beginn Endet das erste Rennen zur Youngtimer Trophy 2012 im Disaster – Motorschaden bei Rennmitte!!

Rennbericht vom ersten Rennen der Youngtimer Trophy 2012 am Hockenheimring vom 20. – 22. April 2012

Am Samstag Vormittag begann da erste Qualifying bei trockener Strecke aber schon mit bedenklich schwarzen Wolken am Horizont. Also Slicks drauf und raus ging es auf die Strecke. Die erste Runde heiĂźt Zick Zack fahren, um die Reifen auf Temperatur zu bringen. In der zweiten Runde dann der erste Angriff auf eine Qualifikationszeit. Ich merke sofort, das neue Getriebe von VW-Motorsport war genau die richtige Investition ĂĽber den Winter – das Auto geht wie die Hölle und ich kann das Tempo der anderen Autos, die mir sonst davon fahren, mitgehen!!! Das motiviert zusätzlich, ich versuche jede Runde noch eine bisschen mehr heraus zu pressen, was in der Kurve Eingang zu Start und Ziel sogar mit einem leichten Rempler auf den Vordermann ausufert – allerdings nur eine bischen Blech verbogen, fĂĽr beide geht’s weiter. Am Ende bin ich zweiter in meiner Klasse mit 2:20,203 ein Riesenerfolg fĂĽr mich persönlich und „nur“ eine Sekunde hinter dem Erstplatzierten.

Am Samstag Abend um 19:00 Uhr haben wir unser zweites Qualifying mit 40 Minuten Verspätung aufgrund des ständig wechselnden Wetters ĂĽber den ganzen Tag. Die Strecke ist nass und genau zum Beginn unserer Session beginnt es wieder zu Regnen. Das bedeutet, dass eine Zeitverbesserung nicht mehr möglich sein wird – fĂĽr mich ein positiver Ausblick, kann mir schon keiner mehr den zweiten Startplatz streitig machen. Dennoch versuche ich sofort nach der Aufwärmrunde wieder an’s Limit zu gehen, um die neuen Brems- und Einlenkpunkte schnell zu finden und abzuspeichern. Ich denke es ist mir ganz gut gelungen, auf  den ersten Verfolger in meiner Klasse habe ich 3 Sekunden Vorsprung! Von mir aus kann’s regnen am Sonntag – ich bin vorbereitet!

Am Sonntag Morgen um 09:40 Uhr ist dann der Start mit insgesamt achtundvierzig Fahrzeugen zum Rennen. Mit dem berühmten Indianapolis-Start (fliegend hinter dem Pace Car) biegen wir in die Südkurve ein. Das Pace Car ist in die Boxengasse eingebogen, zwei Reihen vor mir lässt ein Fahrer wieder drei bis vier Autolängen Platz zu seinem Vordermann. Wenn ich das sehe schwillt mir der Kamm, wir fahren hier Rennen und nicht spazieren. Nicht desto Trotz kämpfe ich mich irgendwie durch den Pulk und biege bei grüner Startampel als erster in meiner Klasse auf die Start-Zielgerade ein. In der Nordkurve wird es nochmals ganz schön eng beim Einlenken, aber alles geht gut! Nach drei Kurven hat sich der Verkehr etwas gelichtet und ich sehe in einigem Abstand Thomas Bölling in seinem Golf GTI hinter mir im Spiegel. Runde um Runde kommt er näher und schließlich in Runde sieben ist es soweit, er zieht vorbei. Ich schaffe es leider nicht in seinem Windschatten dran zu bleiben. Auf der langen Geraden zur Spitzkehre zieht er mir davon – ich habe keine Chance. Drei Runde geht es mir leider nochmals gleich mit Heinz-Josef Nekes, auch in seinem Windschatten kann ich nicht dran bleiben. Nun bin ich Dritter und so weit wie mein Rückspiegel die Sicht nach hinten erlaubt sehe ich keinen Gegner aus meiner Klasse. Platz drei sicher nach Hause fahren sollte also möglich sein! Doch plötzlich, so ab Runde elf dreht der Motor nicht mehr sauber hoch und nicht mehr über 6.500 U/min. Es wird noch schlimmer, eine Runde später dreht er schon ab 6.000 U/min. nicht mehr höher. Ich muss also früh schalten und hoffen mich irgendwie ins Ziel zu retten. Obwohl noch vierundzwanzig Minuten auf der Uhr zu fahren sind scheint das Ziel erreichbar zu sein. Auf der Geraden Richtung Spitzkehre schaffe ich noch einmal in den Windschatten eines anderen Fahrzeugs. Der Drehzahlmesser klettert langsam über die 6.000 U./min. – es gibt keine Anzeichen für das was gleich passiert. Plötzlich gibt es einen gewaltigen Schlag und der Motor hat keinen Vortrieb mehr. Ich drücke sofort die Kupplung doch der Motor ist aus und macht keinen Mucks mehr. Ich lasse das Auto in der Spitzkehre ausrollen und muss das Rennen leider nach 16 Runden aufgeben. Schade, nach dem hoffnungsvollen Beginn ein herber Rückschlag.

Nach einer ersten Überprüfung und Demontage des Motors nach der Rückkehr nach Bonndorf musste ich zu meinem Bedauern feststellen, dass das Nockelwellenrad gebrochen ist und dadurch vermutlich alle Ventile auf die Kolben durchgeschlagen haben. Somit ist der Motorblock, wie auch der Zylinderkopf, wahrscheinlich Totalschaden. Es steht also viel Arbeit und eine erneute, größere Investition an, um in dieser Saison nochmals ins Renngeschehen eingreifen zu können.

 

Ich bin optimistisch und hoffe, dass sich noch etwas ergibt.

Bonndorf, den 30.04.2012

Georg Schwarz

Badschlappe

Weitere Infos können unter http://www.youngtimer-trophy.de nachlesen werden.