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Sieg im Regen von Spa (B) aufgrund gebrochener
Antriebswelle vergeben!
Rennbericht vom 4. Lauf der Youngtimer Trophy in Spa (B) vom
22. – 24.07.2011
1. Qualifying am Freitag, den 22.07.2011
Nach der anstrengenden Anfahrt vom Donnerstag (6,5 Stunden) begann dann am
Freitag das erste Qualifying für mich. Da es noch trocken war und für das ganze Wochenende Regen vorher gesagt war versuchte ich sofort die hohen Slicks, welche ich normalerweise nur auf der langen Nordschleife am
Nürburgring einsetze. Da es in Spa jedoch auch sehr lange Geraden hat dachte ich, es könnte hier auch funktionieren. Leider war das ein Trugschluss, ich kam kaum in den fünften Gang und somit nicht auf
Geschwindigkeit. Da es auch noch ab der dritten Runde regnete war leider keine Möglichkeit mehr, Attacke zu reiten. Somit Platz sechs von sieben Teilnehmern in meiner Klasse.
2. Qualifying am Samstag, den 23.07.2011
Am Samstag um 13:20 Uhr stand das nächste Qualifying an. Zwanzig Minuten
Zeit, mich weiter vorne zu platzieren. Jetzt habe ich zwar die kleineren Reifen drauf, aber dafür sind die recht alt und wohl nicht mehr die Besten. Auf der Hinterachse bekomme ich sie nicht auf Temperatur und auf
der Vorderachse lösen Sie sich nach und nach auf. Somit ist zeitlich eine kleinere Verbesserung (0,5 Sek.) drin, in der Platzierung rutschte ich aber auf Platz 7 ab. Erschreckend ist jedoch der Rückstand, auf den
Führenden fehlen mir 5 Sekunden und auf das Mittelfeld 2-3 Sekunden.
Das Rennen
Am Sonntagmorgen um 11:30 Uhr erfolgt der Start zum Rennen über 1
Stunde. Genau bis zum Beginn der Einführungsrunde regnet es in Strömen. Alle sind mit Regenreifen am Start, somit hat jeder das gleiche Handicap. Insgesamt gehen 47 Fahrzeuge an den Start. In meiner Klasse sind es
nur noch 6 Fahrzeuge, da ein Konkurrent aufgrund einer defekten Benzinpumpe nicht an den Start gehen kann. Meine Reifen funktionieren auf der nassen Strecke super, gleich auf der Startgeraden überhole ich beim
Anbremsen meinen ersten Konkurrenten aus meiner Klasse. So geht es Runde für Runde weiter, ich sauge mich auf den Geraden trotz der starken Gischt an einen nach dem anderen Konkurrenten an und bremse Ihn dann vor
der Kurve aus. Nach vier Runden habe ich die Führung in meiner Klasse erkämpft und baue sie kontinuierlich aus. Leider kommt in Runde sieben das Safty Car heraus und bremst das ganze Feld wieder ein. Somit können
meine Konkurrenten wieder aufschließen. Beim Restart in Runde acht passen jedoch meine Konkurrenten nicht genau auf und ich kann sofort wieder einhundert Meter zwischen uns legen. Wieder baue ich den Vorsprung aus
bis ich in Runde 10 von 2 miteinander kämpfenden Audis aus eigentlich einer schnelleren Klasse aufgehalten werde. Sofort entschließe ich mich, den vorgeschriebenen Pflichtboxenstopp zu absolvieren um somit der
„Blockade“ der zwei Audis zu entgehen. Wieder aus der Box hinaus habe ich freie Fahrt. Es läuft weiterhin super, ich habe mehr oder weniger freie Fahrt und führe in meiner Klasse relativ souverän. Doch
dann kommt leider das traurige Ende in der Runde elf. Ohne jede Vorankündigung beim schalten auf der Gegengeraden vom dritten in den vierten Gang bricht mir die Antriebswelle vorne rechts. In Hockenheim war es die
die linke Antriebswelle in der letzten Runde, hier ist es die elfte Runde von fünfzehn, welche der Sieger absolviert.
Aus, vorbei, mit großem Frust muss ich meinen Golf ohne Vortrieb in
Blanchimont auf dem Grünstreifen abstellen. Auf solch ein Rennen hatte ich seit Jahren gewartet, wo nicht die pure Motorleistung im Vordergrund steht und dann wäre es beinahe aufgegangen. Somit hieß es mit
riesengroßer Enttäuschung zusammenpacken und am Montagmorgen ging es wieder zurück nach Bonndorf. Nun geht es vermutlich wieder im September auf der Nordschleife mit dem nächsten Lauf weiter.
Bonndorf, den 25.07.2011
Georg Schwarz
(Badschlappe)
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